[cz] Tiskové zprávy 2006




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[en] Wärme, die von oben kommt - Dunkelstrahler

[en] Wärme, die von oben kommt

Dunkle Strahlen?
Der Begriff Dunkelstrahler - eigentlich ein Paradoxon an sich - ist keine moderne Wortschöpfung, nein, vielmehr beschreibt er seit den 60er Jahren eine Gruppe von Infarotstrahlern, die heute im Industrie- und Gewerbebau nicht mehr wegzudenken sind. "Dunkel", weil der Vorgang der Verbrennung in einem geschlossenen System stattfindet, die Flamme also nicht sichtbar ist; "Strahler", weil der Wärmetransport durch elektromagnetische Wellen - Infarotstrahlung - erfolgt.

Wie geht das?
Das Prinzip der Dunkelstrahler ist einfach und lässt sich am Besten mit dem Sonnenbad auf einem Gletscher erklären. Obwohl die Umgebungstemperatur im Minus-Bereich liegt, ist es in der Sonne warm. Das liegt an der Wärmestrahlung der Sonne. Dort wo die Gegenstände erwärmt werden, geben sie ihrerseits wieder Wärme ab.
Dunkelstrahler bedienen sich derselben natürlichen Technik, nur, dass Wärme genau dort erzeugt wird, wo sie gebraucht wird - direkt am Arbeitsplatz. Dunkelstrahler erzeugen die Wärme durch Verbrennung eines Sauerstoff - Gasgemisches in geschlossenen Brennern mit Strahlrohren. Durch die erzeugten Heißgase wird die Oberfläche der Strahlrohre erhitzt, wobei aufgrund der dort herrschenden hohen Temperaturen Wärme überwiegend durch Strahlung abgegeben wird. Trifft Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) auf die Oberfläche eines festen oder flüssigen Körpers, werden diese elektromagne-tischen Wellen absorbiert und dabei in Wärmeenergie umgewandelt. Es handelt sich um elektromagnetische Wellenlängen im Wellen-längenbereich von 0,8 - 800 µm. (siehe auch Tabelle im Internet)

Die Geräte können sowohl mit Erdgas als auch mit Flüssiggas betrieben werden. Die Anpassung an die jeweilige Gassart ist unkompliziert und meist mit einer Änderung der Düsung erledigt.

Vorteile Mit der eigentlichen Funktion ergeben sich bereits die Vorteile der Dunkelstrahler. Infrarotstrahlen benötigen kein "Trägermedium" zum Transport ihrer Energie. D.h. sie gelangen verlustfrei vom Gerät zum zu beheizenden Bereich und verursachen zudem keine Zugerscheinungen, wie dies bei Warmluftheizungen unvermeidbar der Fall ist. Unangenehme Zugluft oder Staubaufwirbelungen werden mit diesem System vermieden. Außerdem erwärmen Dunkelstrahler die Oberflächen und nicht die Luft. So ergibt sich, dass die Lufttemperatur durchschnittlich 2-3°C unter der vom Menschen gefühlten Temperatur liegt. Diese Faktoren wirken sich positiv auf das Raumklima aus - der Mensch empfindet es als behaglich, Allergieerscheinungen werden gemindert, die Arbeitsqualität steigt. Da die Luft nicht direkt erwärmt wird, kann auch keine "heiße Luft" nach oben steigen. Teure Wärme unter dem Dach (Wärmepolster genannt), wird vermieden. (siehe Grafik im Internet) Weitere Vorteile dieser Systeme liegen in ihrer ressourcenschonen-den, weil energiesparenden Arbeitsweise. Je nach Gerätetyp und Hersteller lassen sich nachweislich bis zu 50% Energie gegenüber herkömmlichen Heizungssystemen einsparen. Dass die meisten Gerätetypen jederzeit problemlos erweiterbar und einen fast schon "mobilen" Charakter haben, geht als Vorteil gegenüber dieser Erkenntnis fast unter.

Einsatzgebiete
Dunkelstrahler können überall dort eingesetzt werden, wo die Deckenhöhe über 3,5 Meter beträgt. Eine Grenze nach oben gibt es nur herstellerbedingt. Der "Optima" aus dem Hause KÜBLER kann aufgrund seines hohen Wirkungsgrades bis in eine Höhe von 20-30 Metern eingesetzt werden. In Ausnahmefällen - wie die Beheizung der Frauenkirche in Dresden - werden Geräte dieses Types sogar auf über 30 Meter erfolgreich betrieben.

Ob Industrie-, Produktions-, Lager-, Ausstellungs-, Event- oder Sporthallen, für fast jeden Einsatzbereich können Dunkelstrahler eingesetzt werden. Nur in explosionsgeschützten Räumen und bei niedriger Deckenhöhe finden sie ihre Grenzen.

Planung
Je nach Anbieter kann auf deren Planungsabteilung zurückgegriffen werden. Dies erweist sich in den meisten Fällen als überaus sinnvoll und kann bereits im Vorfeld helfen, Kosten zu sparen.

Grundsätzlich gilt: nicht alle Anbieter können alle Gerätetypen an-bieten. Bei der Planung empfiehlt es sich deshalb, einen Hersteller zu wählen, der über eine möglichst breit gefächerte Produktpalette verfügt. So kann eine für den Bedarfsfall maßgeschneiderte Lösung erarbeitet werden.

Investitionskosten
Pauschal lassen sich für die Geräte keine Richtpreise nennen. Es wird projektbezogen ermittelt und kalkulilert.

Im Vergleich zu herkömmlichen Heizssystemen sind dennoch wesentliche Einsparungen in den Investitionskosten möglich. Dies wird nachvollziehbar, wenn man berücksichtigt, dass bsw. ein Heizraum mitsamt Kesselanlage, Wärmetauscher, Pumpe etc. eingespart werden können - die Quadratmeterpreise für umbauten Raum unberücksichtigt gelassen.
Eine Anfrage lohnt also immer und ist für langfristige Denker, die auch den Umweltfaktor nicht außer Acht lassen, sogar zwingend notwendig.

Gerätetypologie
So unterschiedlich wie die Anwendungsfälle, so unterschiedlich sind auch die Gerätetypen. Grundsätzlich lässt sich in folgende Gruppen unterscheiden: 1) Standardgeräte bzw. Kleingeräte: Einfache Geräte mit liniar bzw. u-förmig angeordneten Rohren, Reflektor (je nach Anbieter Edelstahl, Aluminium oder Stahlblech) über den Rohren, Brenner und Ventilator. Die Geräte sind prinzipiell einfach aufgebaut. Es gibt sie - wieder anbieterabhängig - in normalen-, Waschhallen- und geräuscharmen Ausführungen. 2) Einrohr - Multibrenner - Geräte: Bei diesem Typ sind auf einem Rohr mehrere Brenner hintereinander angeordnet. Die Vorteile dieser Geräte liegen in der geringen Breite und in ihrer gleich-mäßigen Wärmeverteilung über große Strecken. Außerdem lassen sie sich gut an die baulichen Gegebenheiten anpassen. Bisher bieten nur zwei Anbieter diese Geräte auf dem deutschen Markt an. 3) Mittelstrahler bzw. Wärmebänder: Diese Geräte können wohl als die "Dinosaurier" unter den Dunkelstrahler bezeichnet werden. In ihrer Bauform unterscheiden sie sich nur unwesentlich von den ersten Dunkelstrahlern aus den 60er Jahren. Mit Strahlungsrohren bis zu 45 cm Durchmesser und einer Länge bis zu 120 Metern sind dies die größten Geräte ihrer Art. Ihre Berechtigung haben sie aber auch noch heute z. B. zur Vollbeheizungen großer Hallen mit sehr gleichmäßigem Wärmebedarf. 4) Optima Geräte: Dieser Gerätetypus ist eine Eigenentwicklung der Fa. KÜBLER. Der Optima zeichnet sich besonders durch seinen um rd. 50% gesteigerten Strahlungswirkungsgrad (= Infrarotausbeute am Boden) aus. Der Optima wird als die Innovation unter den Heizungsfachleuten angesehen. Als "Industrieheizung des Jahres 1997" wurden Design und Leistungsfähigkeit international ausgezeichnet. Der Optima findet seinen Anwendungsbereich überall dort, wo es "ein bißchen mehr sein darf". Sowohl von der Optik als auch von der Leistung.

Referenzen
Firmen wie Mercedes-Benz, BMW und VW setzen Dunkelstrahler ein und puplizieren dies mit Stolz in ihren Firmenzeitschriften und im Internet. Aber auch unzählige kleinere Unternehmen setzen diese Technologie ein. Die enorme Energieeinsparung, die unkomplizierte Handhabung und die individuelle Steuerung der Geräte (Möglichkeit der Zonen- bzw. Einzelplatzbeheizung) sind Kaufkriterium Nummer Eins.

Oct. 2006